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Ein Licht-Engel bereichert das Hospiz

Spende der Bürgerstiftung Hospiz Harburg

Foto: Freuen sich über die spirituelle Glasskulptur (v.li.): Pastorin Regina Holst (Kirchenkreis Hamburg-Ost), Künstlerin Brigitte Weihmüller, Hospizleiterin Britta True und Lothar Bergmann, Vorsitzender der Bürgerstiftung Hospiz Harburg.

Seit einigen Jahren schon sind die Leiterin des DRK-Hospizes, Britta True, und die freischaffende Künstlerin Brigitte Weihmüller in Kontakt. Weihmüller hat sich spezialisiert auf individuelle Raumkonzepte mit Tiefgang, viele ihrer Werke entstehen für Hospize und soziale Einrichtungen. Der Hintergrund dafür liegt auch im Persönlichen. Ein Schlüsselerlebnis hatte die Künstlerin im Sterbezimmer ihrer Schwester auf einer Palliativstation in Süddeutschland. „Es gab in dieser schweren Stunde keinen visuellen Halt im Raum, nichts, wo sich die Augen ausruhen konnten.“ Das wollte sie ändern und spezialisierte sich fortan darauf, künstlerische Objekte für die besonderen Momente im Leben anzufertigen.
Für das Hospiz in Langenbek entstand eine lichtdurchlässige, abstrakte Engelsfigur aus mundgeblasenem Glas in leuchtenden Gelbtönen. „Der Engel steht symbolisch für Durchlässigkeit – wo Leben und Tod sich begegnen. Seine stille Präsenz begleitet die Gedanken und regt hoffnungsvolle Bilder an“, so die Künstlerin.
Die Skulptur wurde im engen Austausch mit dem Hospiz des Harburger Roten Kreuzes entworfen. Dabei flossen sowohl atmosphärische als auch ganz praktische Überlegungen mit ein. Die Höhe der Skulptur wurde zum Beispiel so gewählt, dass bettlägerige Gäste einen guten Blick darauf werfen können. Auch auf gute Transportfähigkeit und Bruchsicherheit wurde geachtet. „Natürlich dürfen unsere Gäste den Engel mit aufs Zimmer nehmen. Dafür ist er gedacht. Und auch bei den Gedenkfeiern für Angehörige wird er zukünftig anwesend sein“, erklärte Hospizleiterin Britta True bei der offiziellen Übergabe der Glasskulptur.
Ermöglicht wurde die Anfertigung durch eine Spende über knapp 3.000 Euro der Bürgerstiftung Hospiz Harburg. Die Stiftung wurde 2006 gegründet vom damaligen Kirchenkreis Harburg, dem Hospizverein Hamburger Süden, dem DRK Harburg und der Sparkasse Harburg-Buxtehude, um die stationäre und ambulante Hospizarbeit in Hamburgs Süden zu unterstützen.
„Sehr gerne haben wir dieses Vorhaben gefördert. Auch wir als Bürgerstiftung erkennen, wie wichtig Spiritualität für fast alle Menschen ist, besonders dann, wenn das Leben zu Ende geht“, sagt Lothar Bergmann für den Stiftungsvorstand. Hospizleiterin Britta True ergänzt: „In der ersten Zeit nach Eröffnung des Hospizes ging es um die Anschaffung von Praktischem und Nützlichem. Und es ging um Menschen, die für andere Menschen da sind. Darum geht es natürlich weiterhin, doch daneben darf nun auch einmal Platz sein für die Symbolkraft und das Leuchten eines solchen Kunstobjektes.“
Das Hospiz für Hamburgs Süden bietet Platz für zwölf Gäste in der letzten Lebensphase. Der Aufenthalt ist für die Gäste kostenlos. Einen Teil der laufenden Kosten muss das Harburger Rote Kreuz jedes Jahr aus Spenden finanzieren.

DRK-Spendenkonto:
„Hospiz für Hamburgs Süden“
IBAN: DE 57 200505 50 1262 208 208
BIC: HASPDEHHXXX.

Mehr Informationen unter:
www.hospiz-harburg.de

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