Meldungen Details

Das Leben steht im Mittelpunkt

Jana (16) macht ein Freiwilliges Soziales Jahr im DRK-Hospiz

Foto: „Ich hätte nicht gedacht, dass hier so viel gelacht wird“: Jana (16) macht ein Freiwilliges Soziales Jahr im DRK-Hospiz.

Eine besondere Unterrichtsstunde brachte Jana 2019 auf die Idee, sich für das FSJ im Hospiz zu bewerben: An der Oberschule Meckelfeld stand im Schulfach „Werte und Normen“ das Thema „Leben und Tod“ auf dem Stundenplan. Eine Pflegefachkraft aus dem DRK-Hospiz erläuterte den Schülerinnen und Schülern sowohl die Anliegen der Hospizbewegung im Allgemeinen als auch die konkreten Abläufe in dem Haus in Langenbek mit zwölf Zimmern für schwerkranke Gäste.

Den Abschied in Würde zu ermöglichen und die Lebensfreude in den letzten Tagen zu stärken, das ist der Leitgedanke. „Ich finde es schön zu wissen, dass ich ein Teil davon bin“, beschreibt Jana ihre Motivation. Im Hospizteam fühlt sie sich wohl und auch im Kontakt mit den Gästen geht es längst nicht immer traurig zu. Obwohl der Tod natürlich immer präsent bleibt und auch Jana schon erlebt hat, dass Gäste, mit denen sie an einem Tag gelacht hat, am nächsten Tag verstorben sind. „Das ist okay, denn wir sind ja darauf vorbereitet und haben die Chance, uns zu verabschieden – jedes Mal.“

Zu ihren Aufgaben als FSJ-lerin gehört die Unterstützung der Hauswirtschaftlerinnen, die jeden Tag in der offenen Küche des Hospizes für die Gäste und ihre Angehörigen kochen. „Essen ist ein wichtiges Thema im Hospiz. Die Gäste können sich ihre Lieblingsgerichte wünschen. Beliebt ist vor allem Hausmannskost.“ Jana ist verantwortlich für den Kuchen am Nachmittag, sie backt fast jeden Tag nach einem anderen Rezept. „Kochen und backen gehört zu meinen Hobbys, das mache ich gern.“ In der Weihnachtszeit steht natürlich auch Kekse backen auf dem Programm.

Auch in die Pflege bekommt die 16-Jährige durch ihr FSJ Einblick. Sie überlegt, im kommenden Jahr in diesem Bereich eine Ausbildung zu beginnen. Dass sie durch die Corona-Pandemie bei der Arbeit ständig Maske tragen und auf Abstand achten muss, so wie alle im Hospizteam, findet sie zwar schade, aber: „Ich lasse mich davon nicht unterkriegen.“ Und Tränen habe sie bisher im Hospiz noch nicht vergossen.

Das Hospiz für Hamburgs Süden bietet Platz für zwölf Gäste in der letzten Lebensphase. Der Aufenthalt ist für die Gäste kostenlos. Einen Teil der laufenden Kosten muss das Harburger Rote Kreuz aus Spenden finanzieren.

DRK-Spendenkonto:

„Hospiz für Hamburgs Süden“

IBAN: DE 57 200505 50 1262 208 208
BIC: HASPDEHHXXX.

Info zum FSJ:

- Für viele jüngere Menschen ist das FSJ ein Einstieg in einen sozialen Beruf.

- Das DRK bietet bundesweit rund 12.000 FSJ-Plätze an.

- Die Arbeitszeit beläuft sich in der Regel auf 38,5 Stunden wöchentlich, Samstagsdienste im Hospiz sind alle 14 Tage.

- Freiwillige werden während ihres Dienstes vom DRK kranken-, renten- und unfallversichert. Der Träger für das FSJ im Hospiz sind die Freiwilligendienste Hamburg.

- Wer ein FSJ abgeleistet hat, darf bei der Studienplatzvergabe nicht benachteiligt werden. Ein FSJ kann als Wartezeit geltend gemacht werden.

- Das FSJ gilt als ehrenamtliche Tätigkeit ohne Gehalt, es gibt aber ein Taschengeld.

- Für Bewerbungen im DRK-Hospiz bitte Kontakt aufnehmen zu: Britta True, Tel. 040 / 33 42 41 612, Mail:
b.true@drk-hospiz.hamburg

 Mehr Informationen unter:

www.hospiz-harburg.de

www.freiwilligendienste-hamburg.de

Zurück

Navigation überspringen