Meldungen Details

Filmabend zum Welthospiztag

Am 19. Oktober in der Fischhalle

„Die Fischhalle bietet eine besondere Atmosphäre. Unsere Gäste werden im Anschluss an die Filmvorführung dort sicherlich gern bei einem Getränk verweilen und miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Dirka Grießhaber vom Harburger Roten Kreuz. Das DRK-Hospiz für Hamburgs Süden, der Hospizverein Hamburger Süden e.V. und der Kirchenkreis Hamburg-Ost laden gemeinsam bereits zum fünften Mal im Rahmen der Hamburger Hospizwoche zu einem Filmabend ein, der existenzielle Themen wie Leben, Liebe und Tod aufgreift. Die Fischhalle wurde 1906 erbaut und sollte im Zuge der Baumaßnahmen im Harburger Binnenhafen ursprünglich abgerissen werden. Seit kurzem betreibt der Harburger Journalist und Liedermacher Werner Pfeifer dort ein maritimes Kulturzentrum mit Galerie und gastronomischem Angebot. Beim Filmabend am 19. Oktober ist Pfeifer, der sich selbst als „Hafenmusiker“ bezeichnet, im musikalischen Rahmenprogramm zu erleben.
Der Film „Emmas Glück“ aus dem Jahr 2006 erzählt eine skurril-tragische Geschichte, in deren Mittelpunkt die alleinstehende Jungbäuerin Emma steht. Auf ihrem entlegenen Bauernhof züchtet sie Schweine und schlachtet sie selbst mit liebevoller Zuwendung. Durch einen Zufall lernt Emma Max kennen, der unheilbar krank ist und seine verbleibende Lebenszeit in Mexiko verbringen will. Das nötige Geld dafür will er sich besorgen, indem er das geheime Schwarzgeld-Depot im Büro seines Arbeitgebers ausräumt…
„Der Film regt dazu an, über Sterben und Tod nachzudenken und ins Gespräch zu kommen. Er entführt in eine unwirkliche Situation, in die die reale Welt immer wieder einbricht. Das sorgt für Situationskomik, die das Thema leichter macht, und es sorgt für unerwartete Wendungen“, erklärt Pastorin und Mitveranstalterin Hella Lemke vom Kirchenkreis Hamburg-Ost zur Auswahl des Films. Auch im Hospiz für Hamburgs Süden erlebt sie, dass die Gäste und ihre Angehörigen in eine andere Welt eintreten: „Das normale Leben bleibt außen vor. Plötzlich werden andere Dinge wichtig als im Alltag. Die Uhren gehen anders.“
„Emmas Glück“ handelt nicht zuletzt von der Kraft der Liebe, ein Gefühl, das auch in der Hospizarbeit von Bedeutung ist: „Im Hospiz versuchen wir, der Liebe Raum zu geben. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: Ein liebevoll angerichtetes Frühstück, frische Blumen, die Möglichkeit für Angehörige im Haus zu übernachten, das Lindern der Symptome, Zeit für Gespräche, das Hören auf Wünsche“, erzählt Pastorin Lemke aus ihrer Arbeit in der DRK-Einrichtung. „Sogar eine Hochzeit haben wir in diesem Sommer im Hospiz gefeiert – das Fest der Liebe!“
Der Filmabend am 19. Oktober in der Fischhalle, Kanalplatz 16, beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 040-766092-66.

Bildunterschrift:
Freuen sich auf einen anregenden Filmabend mit musikalischem Rahmenprogramm (v. l.): Lavinia Nagel (Fischhallen-Café), Pastorin Hella Lemke (Kirchenkreis Hamburg-Ost), Susanne Seelbach (Hospizverein Hamburger Süden e.V.), Dirka Grießhaber (DRK) und Petra Kohlhase-Müller (Fischhallen-Café).

Zurück

Navigation überspringen